Der Friedhof

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Im Italienischen heißt "Campo Santo" wörtlich "heiliges Feld" und im allgemeinen Sprachgebrauch "Friedhof". Der Campo Santo Teutonico ist ein uralter Pilgerfriedhof in unmittelbarer Nähe des Petersdoms. Er diente auch zugewanderten Fremden, seit der Gründung durch Karl den Großen insbesondere den 'Franken', Deutschen und Flamen als letzte Ruhestätte.

 

Lange Zeit unterlag das Bestattungswesen dem Kapitel von St. Peter. Der Bruderschaft ist aber seit ihrer Gründung im Jahr 1454 das Grundstück überschrieben, und seit 1513 hat sie das uneingeschränkte Bestattungsrecht. So wurde der Campo Santo mehr und mehr auch zur Grablege der Mitglieder der Bruderschaft. Seit 1520 hat die päpstliche Schweizergarde hier Bestattungsrecht. Ihr wurde durch die Bruderschaft dafür insbesondere die linke Seitenkapelle der Kirche überlassen, die deshalb auch Schweizerkapelle genannt wird. In ihr befindet sich der Sakramentsaltar (Tabernakel). Im Mittelalter war die Bestattung innerhalb der Kirche üblich. Erst in den 1960er Jahren wurden die Gräber in der Kirche beseitigt und nur in der Schweizerkapelle im Boden belassen.

 

Unser Friedhof hat unter den umlaufenden Gängen tiefe Grüfte und auf den vier quadratischen Feldern, den "Campi", Plätze für Einzelbestattungen und Familiengräber. Auch Urnenbestattungen gibt es. Circa 1400 Namensnennungen sind auf unserem Friedhof erhalten. Sie reichen von der Gegenwart bis in das 15. Jahrhundert zurück. Die Pflege und Erhaltung des Friedhofs und das Totengedenken sind zentrales Anliegen unserer Erzbruderschaft. Der Unterhalt des Friedhofs wird allein durch die Erzbruderschaft, durch private Beiträge und Spenden ermöglicht.

 

Gottesdienste-03

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