Grusswort des Rektors

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Rektor Dr. Hans-Peter Fischer

Herzlich willkommen auf der Homepage der ältesten deutschsprachigen Stiftung in Rom!

 

Unter dem Namen Campo Santo Teutonico sind heute drei eng miteinander verbundene Einrichtungen zusammengefasst:

 

  • Die Erzbruderschaft zur Schmerzhaften Mutter Gottes (Eigentümerin des gesamten Komplexes)
  • Das Päpstliche Priesterkolleg (seit 1876)
  • Das Römische Institut der Görres-Gesellschaft (seit 1888)

 

Karl der Große gründete im ausgehenden 8. Jahrhundert die "Frankenschola". An privilegierter Stelle, in unmittelbarer Nähe des Petersdoms war sie Anlaufstelle für Pilger und in Rom lebende Menschen aus dem Frankenreich. Von Anbeginn gehörte ein Friedhof - italienisch "Campo Santo" - dazu, auf dem Fremde in der Nähe des heiligen Petrus ihre letzte Heimstatt fanden und noch heute finden.

Um das Jubiläumsjahr 1450 schlossen sich in Rom lebende Deutsche und Flamen hier zu einer Arme-Seelen-Bruderschaft zusammen. Im Heiligen Jahr 1500 wurde die Kirche Santa Maria della Pietà geweiht und 1579 die Bruderschaft zur Erzbruderschaft zur Schmerzhaften Mutter Gottes erhoben. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstand das Priester-Kolleg mit einer Bibliothek und einer frühchristlichen Sammlung und das Römische Institut der Görres-Gesellschaft erhielt im Kolleg seinen Sitz.

Der Campo Santo Teutonico hat die Jahrhunderte überdauert, ist dabei seiner ursprünglichen Zielsetzung und Berufung – christliches Totengedenken, Pflege des deutschsprachigen Gottesdienstes, Betreuung von Pilgern, Sorge für Bedürftige und Kranke – treu geblieben, hat sich verwandelt und erweitert. Die Menschen, die hier wirkten, haben es verstanden, dieses besondere Fleckchen Erde lebendig zu halten und für viele Katholiken, Theologen und Wissenschaftler zur geistlichen Heimat werden lassen. Anlässlich der Erhebung des Kollegs zum "Päpstlichen Priesterkolleg" sprach Papst Benedikt XVI. für den Campo Santo Teutonico den Wunsch aus, "dass dieser Ort immer mehr blühen und möglichst vielen Menschen helfen möge, Kultur und menschliche Bildung wie auch christliches Glaubensgut zu erwerben". Das ist uns Verantwortung und Herausforderung für die Zukunft.

 

Dr. Hans-Peter Fischer - Rektor (seit 01.02.2017 pro tempore)

 

Hier können Sie unseren Appell "Pro Campo Santo" abrufen. Danke für Ihr Interesse!

 

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tagung-02

 

Anton de Waal, der Begründer des Priesterkollegs am Campo Santo Teutonico (1876), war in den ereignisreichen Jahrzehnten vor dem Ersten Weltkrieg eine Schlüsselfigur des deutschen Katholizismus in Rom. Seit 1868 in der Ewigen Stadt, prägte er von 1872 bis zu seinem Tod am 23. Februar 1917 als Rektor die sog. Deutsche Nationalstiftung am Campo Santo Teutonico. De Waal wusste durchaus um seine führende Position in der „deutschen Kolonie“. Vermutlich hätte er gerade deshalb seine Zustimmung zu einer Tagung gegeben, die anlässlich seines 100.Todestages nicht seine Person in den Mittelpunkt stellt, sondern die Fragen diskutiert, mit denen er sich zeitlebens beschäftigt hat.

Seine Lebensspanne steckt jenen zeitlichen Rahmen ab, in dem der deutsche Katholizismus in Rom in der Spannung zwischen päpstlicher Loyalität und nationaler Integration seinen Weg finden musste.

Am Anfang stand das doppelte Epochendatum 1870/71, markiert durch das italienische Risorgimento mit dem Untergang des Kirchenstaates in Italien und durch die Reichsgründung in Deutschland. Beide Ereignisse drängten den Katholizismus in die Defensive: In Italien schwelte die ungelöste Römische Frage, im Reich tobte der Kulturkampf. Alles war überlagert vom wachsenden Nationalismus, der 1914 in die Katastrophe des Ersten Weltkriegs führte.

Die Wege und Umwege der deutschen Katholiken in Rom auf der Suche nach ihrem religiös-konfessionellen und ihrem politischen Ort, ihrer kirchlichen und ihrer nationalen Positionierung in den Jahrzehnten zwischen 1870/71 und 1914/18 stehen im Zentrum der Tagung Päpstlichkeit und Patriotismus, zu der wir Sie herzlich einladen.

 

Weitere Informationen finden sie hier.

 

Gottesdienste-03

        Zur Gottesdienstordnung gelangen Sie hier.